@herrmess schrieb eben im Blog „Back to the digital roots?„:
In den sozialen Medien merke ich unter den Leuten, die ungefähr in meinem Alter sind, eine zunehmende Ermüdung, wenn es um Social Media geht. An vielen Stellen hat man das Gefühl, die Luft ist einfach raus. Diskussionen kommen nicht zustande oder versanden im Nichts. Andere Accounts sind einfach nur die ganze Zeit beschäftigt mit Selbstdarstellung.
Ich hab ja den November genutzt, um die klassischen und neo-klassischen Kurzmitteilungsdienste nicht mehr zu besuchen. Auszeit. Lebenszeit. Das hat nach ein paar Tagen erstaunlich gut und ohne Vermissung geklappt.
Inzwischen ist noch nicht mal mehr Neugierde da, mal einen Blick rein zu werfen. Löschen tue ich die Accounts von bsky und mastodon/pixelfed dennoch nicht. Vielleicht ergibt sich mal wieder eine Gelegenheit – aber die Zeit dafür ist definitiv nicht jetzt.
Von daher fühle ich den obigen Text voll und ganz. Und bei all dem Hype, den wir in den vergangenen Jahrzehnten auch mit befeuert haben, schleicht sich ein wenig Skepsis ein, ob alles immer so gut war, wie ich gedacht habe. Der Schlamassel um „KI“ scheint mehr und mehr zu einer Gretchen-Frage der Digitalisierung zu werden. Und das möchte ich eigentlich nicht.
Daher: Schön, dass hier gelegentlich nochmal jemand vorbei schaut – ich mach hier weiter wie bisher. Wenig, aber immer wieder mal. Wie so ein Lebenszeichen.