Autor: schb

Kurze Gedanken

Totholz revival?

Hab den Realitätsabgleich gehört. Darin:

Holgi:
„Du meinst diese Dinge, die wir demnächst alle wieder benutzen, wenn die KI das Internet kaputt gemacht hat?“

Tobi:
„Ja, vielleicht.“

Holgi:
„Wo wir uns wieder verlässliche Informationen besorgen.“

Link: https://overcast.fm/+jG4xSBpfs/7:58

Gedanken:

Kehren wir in naher Zukunft wieder zum Gedruckten zurück, weil KI das Internet kaputt gemacht hat und wir – auf der Suche nach Qualität und Authentizität – wieder die Kostenhürde Druckmaschine vorschalten?

Die Internet Suche zumindest wird – auch in meiner Wahrnehmung – zunehmend ungenauer, weil ich mehr und mehr Texte vorgelegt bekomme, die einfach „komisch“ klingen und keine echte Lösung bereithalten. Das riecht alles nach KI generiertem Schmuh.

Wir sollten die Blogosphäre der 2000er Jahre konservieren. Sie wird nochmal ein echtes Schatzkästchen sein. Leider habe ich selber Blogs und Wikis vor Jahren mal gelöscht. Könnte aber sein, dass zumindest noch ein Backup irgendwo rum liegt.

Zukunft von GPT

Heute morgen stolperte ich über das Posting von Claudia Potthoff, die auf einen SpON Artikel verweist:

„OpenAI definiert fünf Stufen der KI-Entwicklung“

Darin wird das von OpenAI aufgestellte 5-Stufen Konzept erklärt:

  1. Stufe: Chatbot (aktuell)
  2. Stufe: Gesprächspartner ohne Hilfsmittel auf Doktoranden-Niveau.
  3. Stufe: KI soll über mehrere Tage hinweg eine Aufgabe selbstständig abarbeiten.
  4. Stufe: KI soll selber kreativ und innovativ sein – auch auf sich selber bezogen.
  5. Stufe: Die „Artificial General intelligence (AGI), eine KI, die menschlicher Intelligenz gleichkommt oder sie sogar übertrifft.“

Zitat am Schluss:

„Das Stufensystem wird noch als »in Arbeit« bezeichnet und könnte im Laufe der Zeit an sich wandelnde Bedingungen angepasst werden. Sicher ist nur, dass der Weg zu allgemeiner künstlicher Intelligenz mit Geldscheinen gepflastert werden muss. Die Entwicklung und das Training neuer KI verschlingen enorme Mengen an Rechenleistung und Energie.

Gedanken:

Warum finanzieren wir der KI ihre eigene Entwicklung unter Aufopferung unserer Lebensgrundlage? Welchen Mehrwert haben wir als Spezie davon? Macht das, über was wir uns heute noch freuen, weil auf Stufe 1 die KI so lustige – oder hilfreiche – Antworten geben kann, in dieser größeren Perspektive überhaupt Sinn?

Schönes Wochenende!

Stoll und Robinson

Zwei Gedanken zum regnerischen Samstag – und während ich das nächste Uni Seminar vorbereite.

Was haben wir die letzten 15 Jahre gemacht?

Sir Ken Robinson: „Do schools kill creativity?“ [2007]

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Clifford Stoll: “ über … alles“ [2008]

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Und der Talk von Stoll hat mich an sein Buch von 1999 erinnert. Sicher nicht mehr ganz zeitgemäß in seinen technologischen Beschreibungen – aber dem Gedanken nach durchaus zumindest beachtenswert in einer Zeit, wo wir alle Schulen flächendeckend ab der 2 Klasse mit Computern flastern.

Clifford Stoll: „LogOut: Warum Computer nichts im Klassenzimmer zu suchen haben und andere High-Tech-Ketzereien“
(nur noch im gut sortiertem Antiquariat zu erhalten).